Linzer Plätzchen (Marmeladen-Kekse)
Kochutensilien
- Küchenrolle
- Ausstechformen (eine große und eine kleine)
Zutaten
Durchführung
- 200 g Weizenmehl150 g Mandeln100 g Zucker1 TL Zimt1 Prise Salz200 g Butter1 EiDas Weizenmehl, die gemahlenen Mandeln, der Zucker, das Zimt und das Salz werden in einer Schüssel miteinander vermengt, danach rührt man die Butter und das Ei unter, sodass ein gleichmäßiger Mürbeteig entsteht.
- Der Backofen wird auf 200 °C Ober-/ Unterhitze oder 175 °C Umluft vorgeheizt.
- MehlAuf einer bemehlten Arbeitsfläche wird der Zeig 3-5mm dick ausgerollt und danach mit der großen Ausstechform ausgestochen. Idealerweise liegt man die ausgestochenen Teig-Rohlinge direkt auf einem mit Backpapier belegten Backblech. In jedem zweiten Teig-Rohling sticht man mit der kleinen Ausstechform ein Loch in der Mitte aus.
- Nacheinander backt man Blech für Blech für 8-10 Minuten im Backofen. Immer wenn man ein Backblech mit den Plätzchen aus dem Backofen herausholt, lässt man die Plätzchen etwas abkühlen, bevor ist mit dem nächsten Schritt weiter geht.
- 200 g Johannisbeer-MarmeladeDie Marmelade wird dünn auf dem vollen Plätzchen (ohne das ausgestochene Loch in der Mitte) gleichmäßig bestrichen, anschließend legt man das ausgestochene Gegenstück mittig darauf. Die Marmelade hat hier nur den Zweck als Kleber zu dienen, ein Drittel der Marmelade sollte hier genügen. Mit etwas Puderzucker werden die Plätzchen dann leicht beträufelt.
- Die restliche Marmelade wird in einem kleinen Topf unter ständigem Rühren kurz aufgekocht. Danach füllt man sie entweder in ein Spritzbeutel oder in einem Gefrierbeutel, bei dem man eine Ecke abschneidet. So kann man anschließend die Marmelade in die mittigen Löcher der Plätzchen geben.
- Die fertigen Plätzchen lässt man dann für 2 Stunden trocknen, dann kann man sie genießen.
Nährwerte pro Portion
Beschreibung
Wenn sich die kalte Jahreszeit ankündigt, die Tage kürzer werden und der Duft von Zimt, Vanille und gebrannten Mandeln in der Luft liegt, dann beginnt sie wieder – die wundervolle Zeit des Plätzchenbackens. Unter all den Klassikern, die auf keinem bunten Weihnachtsteller fehlen dürfen, nehmen Linzer Plätzchen einen ganz besonderen Platz ein. Ihre feine Kombination aus mürbem Teig, fruchtiger Marmelade und einem Hauch von Zimt macht sie zu einem wahren Genuss für Gaumen und Herz. Das zarte Zusammenspiel von buttrig-nussigem Gebäck und süß-säuerlicher Fruchtfüllung erinnert an Kindheitserinnerungen, an gemütliche Nachmittage mit Tee und Kerzenschein, an das gemeinsame Backen mit Familie und Freunden in der warmen Küche, während draußen vielleicht schon die ersten Schneeflocken fallen.
Das Rezept für Linzer Plätzchen hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich stammt es aus Österreich – genauer gesagt aus Linz, wo auch die berühmte Linzer Torte ihren Ursprung hat. Die kleinen Plätzchen sind sozusagen die handliche Miniaturversion dieser klassischen Torte. Typisch für Linzer Gebäck ist die Verwendung von gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen, die dem Teig eine besonders feine Struktur und ein intensives Aroma verleihen. In Kombination mit Zimt entsteht ein unverwechselbarer Duft, der schon beim Backen die Vorfreude auf den ersten Bissen weckt.
Die Zubereitung dieser Plätzchen erfordert ein wenig Geduld und Liebe zum Detail, ist jedoch keineswegs kompliziert. Mit wenigen, hochwertigen Zutaten – Weizenmehl, Mandeln, Zucker, Butter, Ei, Zimt und einer Prise Salz – entsteht ein klassischer Mürbeteig, der durch die Ruhezeit und das sorgfältige Ausrollen seine feine Konsistenz erhält. Nach dem Ausstechen der runden Formen werden jeweils zwei Plätzchen zu einem kleinen Doppeldecker zusammengesetzt: ein „volles“ Plätzchen als Boden und ein zweites mit ausgestochenem Loch als Deckel. Dazwischen kommt eine Schicht fruchtiger Johannisbeer-Marmelade, die nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch überzeugt – das leuchtend rote Herz in der Mitte ist einfach unverwechselbar.
Abgerundet wird das Ganze mit einem Hauch Puderzucker, der wie eine zarte Schneeschicht auf den Plätzchen liegt. Wenn sie dann auskühlen und die Marmelade leicht anzieht, entfalten Linzer Plätzchen ihr volles Aroma – mürbe, fruchtig, süß und mit einem Hauch von Winterzauber. Ob als Geschenk, zum Adventskaffee oder einfach für den kleinen Genussmoment zwischendurch: Diese Plätzchen sind ein echter Klassiker, der nie aus der Mode kommt und Jahr für Jahr aufs Neue Herzen erobert.